Für die ganz Eiligen will ich zunächst einmal einen Übersichtsplan meiner Anlage präsentieren:
![]()
Die Fakten:
- Ich bin ein Spielbahner, bzw. ich interessiere mich für Modellbahntechnik. Daher ist die Ausbildung der Anlage sicherlich nicht vorbildgerecht.
- Auch hat die Anlage kein Vorbild. Ich habe die Anlage in hügeligem, aber nicht felsigem Umland angesiedelt. Ich bin ein Freund des Allgäus...
- Die Spurweite ist H0.
- Die Größe der Anlage ist 1,42m x 2,68m.
- Die Anlage ist in zwei Hälften geteilt, um transportabel zu sein.
- Alle Berge sind abnehmbar, um an die darunter liegenden Gleise zu gelangen.
- Das Gleismaterial ist Märklin Metall (!). Dies hat einerseits nostalgische, andererseits finanzielle Gründe.
- Aber ich fahre und schalte digital - gesteuert über einen Computer.
- Loks und Wagen stammen von den Firmen Märklin, Roco und Brawa.
- Die Digitalisierung erfolgte über das Projekt DDL zusammen mit dem Selbstbau-Booster von Dr. König. Die eigentliche Steuerung erfolgt über das von mir entwickelte rcsh/rcman. Außerdem habe ich eine Automatiksteuerung programmiert, die es erlaubt, bis zu 4 Züge gleichzeitig auf der Anlage fahren zu lassen. Das ist schon imposant!
- Die Basis der Anlage bildet eine Holzrahmenkonstruktion. Die Berge wurden mit Fliegengitter/Küchenkrepp/Füllspachtel modelliert. Der Füllspachtel basiert auf Gips, ist aber länger bearbeitbar. Dem angerührten Gips habe ich gleich Farbe beigemischt, um einen bereits fertigen grünen Grund zu erhalten. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht.
- Die Gleisführung der Anlage erfolgt über zwei Ebenen.
- Die Anlage ist erweiterbar. Zu diesem Zweck existieren derzeit drei Anschlüsse, über die prinzipiell Erweiterungen angebunden werden können.
![]()
Die obere Ebene beinhaltet:
- einen Bahnhofsbereich,
- einen rudimentären Betriebswerk-Bereich (BW-Bereich), inklusive einer Drehscheibe und Lokschuppen,
- 3 bis 4 Bahnhofsgleise (Gleise 1 bis 4),
- (leider) nur ein wirkliches Abstellgleis (Gleis 8).
- Die Gleise 2 und 3 führen über die östliche Verlängerung von Gleis 2 zum Schattenbereich.
- Gleis 1 führt östlich über eine Bogenbrücke über das darunter verlaufende Paradegleis in den Schattenbereich.
- Nach Westen werden alle Gleise am Punkt 0 zusammengeführt. Die dort befindliche, nach Süden gerichtete Weiche ist eine Handweiche und steht fix auf gerade aus. Züge fahren aus dem Bahnhof nach Westen grundsätzlich auf die auf der unteren Ebene befindlichen Paradestrecke.
- Alternativ zur Paradestrecke können die Züge die Anlage auch über Gleis 6 auf eine zukünftige Erweiterung verlassen.
![]()
Die untere Ebene beinhaltet:
- einen Schattenbahnhof mit 2 Gleisen (Gleise c und d),
- eine Rampe parallel zu den Gleisen c und d, die nur in süd-westlicher Richtung befahren wird, um auf die obere Ebene zu gelangen,
- Gleis e mit Haltestelle, die im sichtbaren Bereich liegt,
- ein kurzes Industriegleis, bei dem Güterwagen über einen Kran be- und entladen werden können.
- Über den zentralen Dreh- und Angelpunkt a können Züge über Gleis die obere Ebene erreichen.
- Über Gleis u kann auch Gleis t erreicht werden, über das eine Erweiterung der Anlage möglich ist.
- Ausgehend von Punkt a kann über Gleis p die Parade in westlicher Richtung befahren werden, um auf die obere Ebene zu gelangen.
Ich komme mit dem Geländebau nicht ganz so schnell voran, wie ich es mir manchmal wünsche. Das hat mehrere Gründe. Einerseits tue ich mich wirklich schwer, mir das Gelände vorzustellen, wie es einmal fertig aussehen könnte. Deswegen brauche ich viel Zeit, um mir Gedanken zu machen und um Prototypen zu basteln.
Außerdem habe ich normalerweise nur einen Abend in der Woche für meine Modellbahn zur Verfügung. Und während dieser Zeit baue ich mir beispielsweise auch meine Weichendekoder selbst, rüste Loks um und programmiere an meiner Software.
Mit den Ergebnissen bin ich persönlich aber ganz zufrieden.